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 Der Geisterwolf
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Klappentext:

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Bemerkung zum Bild
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as Titelbild auf dem Buchcover wurde von Verlagsseite gespiegelt, wie unschwer an der Signatur Caryads ersichtlich ist. Sollte dabei der Leserichtung des westlichen Lesers gefolgt werden?

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(Alle Rechte am Titellayout und dem Bild verbleiben beim Heyne Verlag bzw. den Urhebern)

Der Geisterwolf
Fantasyroman von Linda Budinger aus der Reihe DAS SCHWARZE AUGE Heyne Verlag, 300 S. 6,95 Euro,
ISBN 3-453-14948-3
 
Titelbild der bekannten DSA-Zeichnerin Caryad  

Ein abenteuerlicher Entwicklungsroman, der sich mit Schamanismus beschäftigt und in dessen Zentrum sowohl religiöse und kulturelle Toleranz, wie auch mystisches Erleben und Verwandlung steht. All das ist eingebettet in eine ereignisreiche Reise durch das nördliche Aventurien mit seinen vielfältigen Gefahren.
Das Buch ist auch für Nicht-Rollenspieler gut verständlich, da kein Spezialwissen vorausgesetzt wird. Völker, die Starna und Yassi unterwegs treffen, und ihre Kultur, werden in der Erzählung eingehend beschrieben. Besondere Begriffe aus der Welt werden in einem Glossar am Romanende erläutert. 

Erschienen 1999 im Heyne Verlag, München. Erhältlich u. a. bei: www.f-shop.de

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Der Geisterwolf und sein Umfeld
Um die Orientierung zu erleichtern, folgen allgemeine Anmerkungen zu Umfeld und Schauplätzen des Buches.

  Der Geisterwolf widmet sich den Bewohnern und Mythen eines pseudonordischen Gebietes von Aventurien, dem kriegsgeschüttelten Nordland. An die lappländische Kultur etwa wurden die Nivesen angelehnt, ein Volk von friedlichen Nomaden, das mit seinen Herden die Taiga durchstreift. Ihre Wolfsreligion hat großen Einfluss auf das Leben der Nivesen. Schamanen sind dort Mittler zwischen Menschen, Geistern und Wolfsgöttern. Aber auch andere Bewohner der Region, die Orks, kennen den Schamanismus, wenn auch in völlig anderer Ausprägung. Eine alte Feindschaft trennt die Völker.
  Neben den traditionellen Stammesgruppen leben sesshafte Menschen im Glauben an die Zwölfgötter, ein Pantheon, der griechisch/römischen Götterwelt angeglichen. Ihre Heimatstädte sind in der Vergangenheit von den seefahrenden Thorwalern, einer Art Wikingern, und den Invasionstruppen der Orkstämme überrannt worden. Einzige Verbindung zwischen den einsamen Enklaven bilden die Wanderhändler, die mit ihren Wagenzügen Waren transportieren, sowie die verschworenen Flößer, die auf dem wilden Fluß Svellt verkehren.

 Die Figuren und die Geschichte
   Zwischen diesen Kräften sucht ein junges Paar nach Glück und Erlösung. Starna, die Nivesin, will ihren verschleppten Stamm retten, für den sie als Schamanin Verantwortung trägt. Zusammen mit ihrem neugierigen Hund folgt die Wolfsruferin den verwehten Spuren von Familie und Freunden. Unterwegs begegnet sie Yassi, dem wildnisunerfahrenen Städter, der sie fortan begleitet. Der Adelige gerät dabei immer tiefer in den Bann des Fluches, den er seit einem folgenschweren Überfall trägt und den er vor seiner Gefährtin zu verbergen versucht. 

  Unterwegs treffen die beiden allerhand Gefahren, Freunde und Gegner sowie Gestalten, die weder das eine noch das andere sind, sondern eigene Ziele verfolgen. Mit einem alten orkischen Schamanen, den sie unterwegs buchstäblich auflesen, erlebt Starna Widersprüchliches, doch auch der Ork gewinnt neue Erkenntnisse über die verachteten Nomaden. Im Laufe der Reise gewinnt Starna an Selbstvertrauen und Reife, die die Grundlagen für ihre Aufgabe als Schamanin bilden, und kann schließlich das Rätsel um die verschwundenen Nivesen lösen. Doch das größte Opfer steht ihrer Liebe noch bevor.

Bei dem Namen Starna habe ich mich übrigens von dem gleichnamigen isländischen Pferdenamen inspirieren lassen, der Stern bedeutet. - Da die Nordland-Box `Rauhes Land im hohen Norden´ damals noch nicht erschienen war, hatte ich erst relativ spät Zugang zu typisch nivesischen Namen. Doch da standen die Namen der Hauptfiguren schon lange fest.

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Wie das Buch entstand 
Mit dem Geisterwolf verbinde ich sehr intensive Erfahrungen. Obwohl ich schon viel geschrieben habe, entstand hier mein erster, abgeschlossener Roman am Stück und nach einem Exposé. Ich habe zeitweise so stark in der fiktiven Realität gelebt, dass mir Bilder und Figuren aus dem Roman im Traum erschienen sind. Nach dem Aufwachen standen  ganze Szenen, teils bereits in kompletten Formulierungen, lebendig vor meinen Augen, ich brauchte mich wirklich nur an den Rechner setzen und alles aufzuschreiben.
  Außerdem wurde es durch die teilweise starken Vorgaben der Rollenspielwelt eine wahre Herausforderung, ein Werk zu verfassen, dass einerseits lückenlos in die bestehende Welt nd zu den Regeln passt, zum anderen aber eigenständig genug war, um auch spielfremde Leser anzusprechen. Eine Gratwanderung, die ich aber gerne gewagt habe, da mir jeder Leser gleich wichtig ist. Ich wollte keinen DSA-Roman nur für die Fans des Spieles schreiben, sondern eine Geschichte, die auch andere in ihren Bann ziehen kann und den Lesern Aventurien näherbringt, die bislang keine Berührung damit hatten.

  Aventurien steht für das Spiel "Das Schwarze Auge", ein Rollenspiel aus dem Genre Fantasy: Spieler versetzen sich in die Rollen von phantastischen Wesen hinein und erleben Abenteuer in der imaginären Umwelt. Vor dem Hintergrund der farbenfrohen Rollenspielwelt sind die Romane der DSA-Reihe bei Heyne angesiedelt. Mehr unter: Rollenspiel.

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Handwerkliches
 
Die unterschiedliche Herkunft der Figuren und die personale Erzählperspektive gewähren dem Leser den Blick auf verschiedene Kulturen, in den Erzählfluß sind Sagen und Mythen eingeflochten, die im direkten Bezug zum Verlauf der Geschichte und der Entwicklung der Figuren stehen. So werden unterbewusst ablaufende Vorgänge durch Einschübe in legendenhaftem Stil verdeutlicht. In den Roman ist außerdem Wissen aus der Ethnologie und Psychologie des Phänomens 'Schamanismus' eingeflossen. Die Erzählung beleuchtet in diesem Zusammenhang den Mythos Wolf/Werwolf und verweigert sich konsequent der Schwarz/Weißmalerei, indem er den Lesern eine eigene Einschätzung der Helden aufgrund ihrer Denk- und Handlungsweisen gewährt.

  Das alles macht den "Geisterwolf" zu mehr als einer simplen Abenteuergeschichte, auch wenn der phantastische und unterhaltsame Aspekt keinesfalls zu kurz kommt.

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